Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt
die rechtliche Prüfung der Möglichkeit zur Entlassung der Zehntscheuer aus dem Denkmalschutz
Begründung: Die Zehntscheuer befindet sich im besitz der Stadt und ist denkmalgeschützt. An den Sanierungskosten für das alte Rathaus sowie für das Backhaus ist erkennbar, wie kostenintensiv der Erhalt historischer Gebäude ist.
Das Rathaus und das Backhaus sind aktiv genutzte Gebäude. Eine Nutzung der Zehntscheuer ist nach wie vor ungeklärt, der Erhalt der historischen Bausubstanz ist nur mit erheblichen Investitionen zu erreichen. Wir sind der Meinung, eine Konzentration auf aktiv genutzte historische Gebäude ist sinnvoller und bei der aktuellen finanziellen Haushaltslage realistisch. Eine Entlassung der Zehntscheuer aus dem Denkmalschutz würde die weitere Nutzung des Gebäudes erheblich vereinfachen. Wir beantragen daher die rechtliche Prüfung der Möglichkeiten für die „Entlassung aus dem Denkmalschutz“ für das Gebäude. Dies ist in besonderen Fällen möglich, z. b. wenn die Grenze der wirtschaftlichen Zumutbarkeit erreicht ist, und kann rechtlich geprüft werden.
Nach einer ersten rechtlichen Prüfung soll weiter entschieden werden, ob die Entlassung aus dem Denkmalschutz weiterverfolgt werden soll.
Auswirkungen auf Umwelt und Klima: keine
Finanzielle Auswirkungen: Kosten für die rechtliche Prüfung
Arbeitszeit der Verwaltung: erhöht
Stellungnahme der Stadt
Die Stadtverwaltung kann den Antrag zum aktuellen Zeitpunkt nicht befürworten. Es wäre möglich beim Landesamt für Denkmalschutz die Überprüfung der Denkmaleigenschaft der Zehntscheuer zu stellen, jedoch sieht die Verwaltung keine Aussicht auf Erfolg solange kein wichtiger Grund vorliegt. Zudem sprechen folgende Punkte gegen den Antrag: Die Stadt Waldenbuch sollte bei denkmalgeschützten Gebäuden mit einer Vorbildfunktion vorangehen. Bei der Zehntscheuer handelt es sich um ein stadthistorisch wichtiges Gebäude, welches erhalten werden sollte. Die Stadt Waldenbuch hat das Gebäude im Rahmen der Stadtsanierung mit Fördergeldern vom Bund und Land erworben. Im Rahmen einer künftigen Sanierung könnte die Stadt oder ein Investor Sanierungsgelder aus der Denkmalförderung beantragen, wodurch das Projekt ggf. attraktiver wird. Für einen Investor ist die erhöhte Denkmalabschreibung zudem vorteilhaft. Bevor keine Entscheidung über die künftige Nutzung des Gebäudes getroffen wurde, sollte hier keine vorschnelle Entscheidung beim Denkmalschutz getroffen werden. Für eine fundierte rechtliche Prüfung wäre die Beauftragung einer Rechtsanwaltskanzlei notwendig. Hierfür würden neben den Kosten auch ein gesteigerter Arbeitsaufwand für die Verwaltung entstehen. Die Stadtverwaltung schlägt daher vor, dass im ersten Schritt nach einem geeigneten Investor gesucht wird. Es wäre wünschenswert, wenn der Investor das Gebäude noch im Rahmen des Sanierungsgebiets einer Nutzung zuführt. Die Nutzung als reines Wohngebäude wird nicht komplett ausgeschlossen, der Fokus soll jedoch weiterhin auf einer öffentlichen Nutzung liegen. Der historische Charakter des Gebäudes soll zudem weiterhin erhalten bleiben.
Abgelehnt 4 nein 12 ja 3 enthalten
Suche nach einem Investor, auch Wohnnutzung wäre möglich. 17 0 2
Auf den persönlichen Kontakt mit den Menschen legt der grüne Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel sehr viel Wert. Wer mit ihm ins Gespräch kommen möchte, hat dazu mehrere Möglichkeiten: am Samstag, 7. März 2026, 9-10 Uhr beim Nürtinger Wochenmarkt und danach ab 10.30 Uhr beim Kirchheimer Markt. Zusätzlich findet eine telefonische Sprechstunde für Bürgerinnen und Bürger statt am Mittwoch, 11. März 2026. Auch hier beantwortet er ab 15.30 Uhr gerne Fragen zu aktuellen oder allgemeinen politischen Themen. Auch hat er ein offenes Ohr für Kritik und Anregungen.
Eine vorherige Terminvereinbarung ist ausschließlich für die telefonische Sprechstunde erforderlich per E-Mail an matthias.gastel.ma08@bundestag.de oder telefonisch unter der Nummer 0711/997 261 40.
Wir sind am Wahlinfostand an der Jägerstraße 7 von 9h bis 12h vertreten.
Von der Ungleichheit der Löhne über Partnerschaftsgewalt bis zur ungleich verteilten Sorgearbeit: Die Gleichberechtigung zwischen Frauen und [...]
Die Bundesregierung und Regierungskoalition von CDU, CSU und SPD unter Bundeskanzler Friedrich Merz will das Gebäudeenergiegesetz reformieren. [...]
Auf ihrer Reise nach Israel und Palästina Anfang Februar traf unsere Bundesvorsitzende Franziska Brantner Vertreter*innen der Regierungen und [...]