PV-Pflicht, Begrünung, Wallbox

4.02.2021

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, folgende Punkte als Plicht für alle Neubauten und (Punkte 1 und 2) bei Dachsanierungen aufzunehmen:


1.Photovoltaik-Anlage unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Angemessenheit

2.Dachbegrünung bei Flachdächern mit einer Dachneigung von weniger als 20 Grad

3.eine Wallbox pro Wohneinheit


Begründungen:


Photovoltaik-Pflicht: Um die Erderhitzung einzudämmen, ist ein Wechsel von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien zwingend erforderlich. PV-Anlagen sind eine dezentrale, nicht-fossile Methode zur Stromgewinnung. Damit werden zukünftige Ladeinfrastrukturen entlastet und weniger Hochspannungsleitungen für den Stromtransport gebaut.

Des Weiteren gibt es für die Privatpersonen finanzielle Vorteile:

1. Nebenkostenwerden nachhaltig gespart, da sich PV-Anlagen bereits nach etwa 10 Jahren rechnen 2. Es gibt eine Vergütung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom durch die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung.

Andere Städte machen es schon vor: In Tübingen gibt es bereits seit Juli 2018 eine PV-Pflicht für alle Neubauten.Von der Photovoltaik-Pflicht kann befreit werden, wenn stattdessen eine Solarthermieanlage errichtet wird.


Dachbegrünung: Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg schreibt zu Dachbegrünungen: „Außer durch größere und kleinere Grünflächen im Stadtgebiet lassen sich durch Dachbegrünungen stadtklimatische Defizite in Bezug auf den Feuchtigkeitshaushalt und das thermische Milieu mindern (DEUTSCHER DACHGÄRTNERVERBAND, 2011). Dazu kommen noch bauphysikalische Vorteile von Dachbegrünungen. Dächer bieten in Städten und Gemeinden bisher vielfach ungenutzte Flächenreserven für die Schaffung von Grünflächen.Die rechtlichen Grundlagen sind in § 74 (3) 2. LANDESBAUORDNUNGfestgeschrieben.(https://www.staedtebauliche-klimafibel.de/?p=67&p2=6.1.4)


Ladestationen für E-Autos: Aufgrund der hohen Umweltbelastung von Verbrenner-Motoren steigen immer mehr Menschen auf die umweltfreundlichere elektrische Alternative um. Der Anteil von neuzugelassenen E-Autos in Baden-Württemberg ist von 2018 bis 2019 um 76% gestiegen, mit einem weiteren Anstieg in den nächsten Jahren ist zu rechnen. Für die Benutzung der Elektro-Autos ist eine Ladestation nötig, daher soll es einen Schlüssel für eine Ladestation pro Wohneinheit geben. Auch für Hybrid Autos, die oft aufgrund fehlender Lademöglichkeit nicht geladen werden, ist eine Ladestation zu Hause vorteilhaft. Derzeit gibt es eine großzügige Förderung für die Installation von Ladestationen, wohingegen ein nachträglicher Einbau mit hohen Kosten verbunden ist.


Finanzierung:Keine größeren Kosten.

Aufwand: Arbeitszeit der Verwaltung.

Auswirkungen auf Umwelt und Klima:Positiv.