13.04.26 –
Waldenbuch Nr- KW16, Freitag, 17. April 2026
Viel Lob war zu lesen über den neu angelegten Stadtpark. Es gab und gibt aber durchaus auch kritische Stimmen im Gemeinderat und nun von Besucher*innen aller Altersklassen aus Waldenbuch und andernorts. Hier ein paar Aussagen im O-Ton: „Der Charme des alten Friedhofs ist verloren gegangen“, „mit dem Rollator kann ich den Abstieg nicht bewältigen", „die Stahltreppe direkt hinter dem historischen Denkmal für die Gefallenen und Vermissten des Krieges ist völlig deplaziert“…
Leider ist es so, dass selbst die Weganlage im Alten Friedhof nicht barrierefrei ist. So können Personen, die eingeschränkt sind, nur ein kleines Wegstück in der gesamten Anlage begehen. Vom Panoramaweg kommend ist das Anschlussstück der Serpentinen am Übergang zur Kirchhalde ist sehr steil. Wer hier bergauf oder bergab geht, muss gut zu Fuß sein. Für einen Spaziergang mit Kinderwagen oder mit Kindern, die gerne mit ihrem Fahrrädle oder Roller unterwegs sind, ist dieses Wegstück sogar gefährlich, da man bergab unversehens eine hohe Geschwindigkeit erlangt und womöglich dann die Kurve in die Lange Steige nur mit Mühe und Not nehmen kann. Ein erwachsener Radler ist bereits gestürzt in einer engen Serpentine. Eine Beschilderung „Radfahrer absteigen“ und eine Umlaufschranke am Übergang von der gepflasterten Strecke zum bebauten Teil der Kirchhaine wäre ein sichtbarer und hilfreicher Hinweis vor allem für Ortsunkundige. Zudem können Zusammenstösse mit Anwohnern, die aus ihren Grundstücken kommen, vermieden werden.
Die gepflasterten Wegführungen und die Treppenanlagen nehmen im Verhältnis zur Grünfläche für eine Parkanlage viel Raum ein und durch die Ausrichtung nach Süden kann sich der Aufstieg bei intensiver Sonneneinstrahlung ordentlich aufheizen. Mit den Umbaumaßnahmen und Erdarbeiten wurde der Lebensraum für Insekten, Würmer und allerlei andere Kleinlebewesen gründlich entfernt. Glücklicherweise gibt es noch ein paar verwilderte Flächen an den Seitenrändern des Geländes. Dorthin konnten sich hoffentlich Haselmaus, Fledermaus und Eidechse zurückziehen während der Bauphase. Dies könnte ein wenig helfen, dass sich Pflanzen- und Tierwelt das Gelände zurückerobern und dazu beitragen, dass wieder ein naturnaher Raum entstehen kann.
Mirjam Geier
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